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Aus den 23 gesammelten Aufsätzen, die W. Fließ 1925 unter dem Titel »Zur Periodenlehre« veröffentlichte, hat der Verlag die ersten 11 Kapitel als Auswahl vorgelegt, ergänzt durch eine Arbeit von 1902: »Über den ursächlichen Zusammenhang von Nase und Geschlechtsorgan«. Die — nicht genannten — Herausgeber haben das Bändchen mit einer kurzen Vorbemerkung, zwei redaktionellen Notizen sowie Bibliographie und biographischen Daten zu W. Fließ versehen. Alles in allem eine durchaus ansprechende Kostprobe des Fließschen Opus und eine Anregung zur kritischen Reflexion historischer und wissenschaftstheoretischer Fragen zur Psychoanalyse und zu Freud. Die Texte überlassen es den Lesern, in der Darstellung die Dimensionen Wissenschaft und Pseudo-Wissenschaft zu unterscheiden. Erikson (1955) zufolge ist ein typisches Merkmal der letzteren in diesem Fall die »olympische Ruhe« — sie verhindere schöpferische Fehler und blockiere die Erkenntnis der Irrtümer. Eine Handreichung zur Problematisierung dieses auch heute und weiterhin aktuellen Gegenstandes fehlt der Ausgabe. Ein Beispiel dafür gibt die Interpretation von Sulloway (1979) mit den Thesen: 1. Nicht nur 1913 in Berlin gab es bedeutende Wissenschaftler, die meinten, Freuds Psychoanalyse und nicht die Fließsche Sexualbiologie sei eigentlich Pseudo-Wissenschaft. 2. Fließ sei ein Opfer seiner vorauseilenden Erwartungen. Wie er hätten sich viele Wissenschaftler von einer Theorie in die Irre führen lassen, die einfach zu gut schien, um unwahr zu sein. 3. Die wissenschaftliche Selbsttäuschung von Fließ stelle schwerlich jene Art psychopathologischer Verranntheit dar, wie sie manche Biographen Freuds behaupten. Weitläufiger skizziert Goethe (»West-östlicher Divan«) den Topos: »Warum ist Wahrheit fern