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A Directoria Sociedada Psicanalítica do Rio de Janeiro Rua Fernandes Guimarães, 92 Botafogo Rio de Janeiro, J. R.
23. April 1986
Sehr geehrte Herren, in einem Artikel in deutscher Sprache, der von Galina Schneider im Namen der SPRJ unterzeichnet ist, macht die Autorin zum Teil unwahre und tendenziöse Behauptungen bezüglich eines bestimmten Zeitraumes der Geschichte dieser Institution und erwähnt dabei die Namen meiner schon verstorbenen Eltern.
»Ihre erste Krise erlebte unsere junge Institution, als Prof. Kemper seine Frau Kattrin Kemper als Lehranalytikerin einsetzte, obwohl jedermann wußte, daß sie keine reguläre Ausbildung an einem anerkannten psychoanalytischen Institut durchgemacht hatte. Die Mitglieder erhoben Einspruch, und der Fall wurde vor die IPV gebracht, die uns einen Besuch abstattete und eine Kompromißlösung vorschlug: Frau Kemper sollte sich, um ihrer Lehrfunktionen aufnehmen zu können, verpflichten, bei einem Analytiker aus einer Zweiggesellschaft der IPV in Analyse zu gehen. Das alles geschah 1962. Die ursprüngliche Harmonie war zerbrochen, und aus verschiedenen Gründen ist diese Krise mit dem ganzen Groll, den sie zurückließ, nie wirklich aufgearbeitet worden.
Prof. Kemper kehrte enttäuscht nach Berlin zurück; Frau Kemper fühlte sich von unserer Gesellschaft zurückgestoßen, trat aus und gründete 1969, gefolgt von ihren Analysanden, einen eigenen Verband. Sie schuf auch, zusammen mit einem der Teilnehmer an dem Podiumsgespräch über »Psychoanalyse und Politik«, die Psychoanalytische Sozialklinik (Clinica Social de Psicanälise)«. Wir haben hier die Vorgeschichte unserer zweiten Krise, und es ist offensichtlich, daß die beiden Konflikte miteinander zusammenhängen« (Schneider, 1985, S. ).
Ich lege Ihnen diese beiden Textabschnitte zur Stellungnahme vor, da