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Der Autor untersucht einen Text aus dem justinianischen Gesetz von 553 n. u. Z., der den Juden ihren Platz im abendländisch-christlichen Denksystem zuschreibt. Die Identität von personifizierter (kaiserlicher, päpstlicher) Macht und Gesetzestext setzt das Reale und das Symbolische ineins, das heißt, die Autorität bestimmt die Auslegung des Textes. Der Autor nennt dies die christlich-industrielle Religion, die christlich-industrielle Psychologie und schlägt damit den Bogen zur Gegenwart. Die jüdische Textinterpretation, in der nur der Text als Autorität gilt, lebt — wie die Psychoanalyse — von der Spannung des Widerspruchs zwischen Realität und Unbewußtem, zwischen Macht und Begehren.