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Während das Mädchen sich bei der Bildung seiner geschlechtstypischen Selbstrepräsentanzen über den Ödipuskomplex hinaus an der Mutter orientieren kann, muß der Junge das mütterliche Objekt aufgeben und sich dem Vater zuwenden. Dieser Umorientierungsprozeß verbraucht nach Ansicht der Autorin Energie, die dem Jungen anders als dem Mädchen bei der Bildung seiner Ich-Strukturen, seiner Frustrationstoleranz und seiner Beziehungsfähigkeit fehlt. Mit diesem Defizit-Modell werden die oft bescholtenen typisch männlichen Verhaltens- und Denkweisen erklärt.