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Ein Merkmal der Größe eines Forschers ist das Ausmaß an Ungeklärtem, Offenem, Unaufgeräumtem, Dunklem und Widersprüchlichem, das er der Nachwelt hinterläßt.
Die Werke jener frühen Schüler und Mitarbeiter Freuds, die Mitglieder der geheimen Bruderschaft der Ringträger waren, stehen heute in der historischen Abteilung der psychoanalytischen Bibliothek. Die Werke Ferenczis bilden eine Ausnahme. Sie werden überall da, wo nach neuen Lösungen für die stets offenen Probleme der psychoanalytischen Technik gesucht wird, lebhaft diskutiert.
Der von Freud wegen seiner technischen Experimente nach 1928 ermahnte — »und dann sollen Sie von brutaler väterlicher Seite die Mahnung hören«, schreibt er ihm im Dezember 1931 (Jones, 1957, S. 198) — und schließlich verstoßene, der von seinen Kollegen beschimpfte (»ein kleiner, feiger Projektemacher«, so Jones; zit. nach Balint, 1968, S. 182), dessen Schriften unterdrückt wurden (bis sah es so aus, als habe die Psychoanalyse Ferenczis Ideen endgültig abgelehnt, so Balint, , S. 924), erlebt eine Renaissance wie kein anderer seiner Weggenossen.
Bis zu welchem Grade jedoch die institutionalisierte Psychoanalyse, d. h. ihre Verwalter, mit der Unterdrückung der Ferenczischen Schriften Erfolg hatten, zeigt die Tatsache, daß das Tagebuch erstmalig erst 1985 (in Frankreich) publiziert werden konnte und das Erscheinen der Freud/Ferenczi-Korrespondenz nun definitiv für demnächst angezeigt ist. Bereits 1969 glaubte Balint, daß alle Hindernisse für eine gleichzeitige Veröffentlichung des Tagebuches und des Freud/Ferenczi-Briefwechsels beseitigt seien, weil jetzt beide sachlich aufgenommen werden könnten (vgl. Balint, 1969, S. 32). Da dem Rezensenten dieser Briefwechsel noch nicht vorliegt, bewegt sich die Rezension in einem einge-schränkten Rahmen. Dupont, die ihn bereits kennt, stellt in ihrem Vorwort zum Tagebuch fest, daß beide zusammengehören, sich gegenseitig ergänzen und erhellen (, S. 11).
Die Vorgeschichte, wie diese die Geschichte des Tagebuche