You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Der Autor untersucht die geschichtlichen Wurzeln der Freud-Revision am Stuttgarter Institut für Psychotherapie und Tiefenpsychologie in der Nachkriegszeit. Dort wurde eine Synthese der materialistischen, analytischen Lehre Freuds und der ganzheitlichen, weltgeistlichen Lehre vor allem C. G. Jungs und der philosophischen Anthropologie angestrebt. Der Autor vertritt die These, daß diese Freud-Revision in spezifisch deutschen idealistischen und romantischen Denktraditionen gründete, die dazu prädestinierten, sich auf die von den Nazis verordnete Integration der psychotherapeutischen Schulen einzulassen und dieses synoptische Projekt auch nach dem Ende des Göring-Institutes fortzusetzen.