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Wenn Psychoanalytiker sich mit der Behandlung Schizophrener befassen, so begeben sie sich auf ein schwieriges Terrain. Die Gründe dafür sind vielfältig. Freuds Überzeugung, die Schizophrenen entwickelten keine Übertragung und seien damit der psychoanalytischen Behandlung unzugänglich, hatte sich als Hemmnis ausgewirkt. Ungeachtet des Freudschen Diktums haben jedoch manche Psychoanalytiker feststellen können, daß es gerade in den Beziehungen von Schizophrenen zu ihren Ärzten zu außerordentlich intensiven Gefühlsregungen kommen kann. Diesen Umstand haben sie sich zunutze gemacht, als sie daran gingen, die Psychoanalyse auf die Behandlung Schizophrener anzuwenden. Der Aufschwung, den die psychoanalytische Schizophrenieforschung in den 40er und 50er Jahren nahm, ist mit so bekannten Namen wie Ernst Federn, Frieda Fromm-Reichmann, H. S. Sullivan, John Rosen, Harold Searles und — Marguerite Sechehaye verknüpft. Trotz der unbestrittenen Leistung dieser Pioniere der Schizophrenieforschung gelang es ihnen nicht, entsprechende therapeutische und wissenschaftliche Traditionen zu begründen. Das Ausbleiben rascher therapeutischer Erfolge und die Schwierigkeiten bei der Vermittlung der oft sehr persönlich geprägten Methoden, schienen die Arbeiten der psychoanalytischen Psychoseforscher eher in die Nähe von Kunstwerken zu rücken, die unnachahmlich in ihrer Individualität waren und damit nur von geringem Wert für eine systematische Therapeutik. Hinzu kommt, daß seit Anfang der sechziger Jahre mit den modernen Psychopharmaka Mittel bereit standen, die dem therapeutischen Handeln der Psychiater endlich jenen Erfolg versprachen, den sie in der bald hundertjährigen Geschichte ihres Fachs so schmerzlich vermißt hatten. Während andere medizinische Fachgebiete infolge ihrer Hinwendung zu den Naturwissenschaften zu Beginn dieses Jahrhunderts beachtliche Fortschritte aufweisen konnten, blieben der Psychiatrie — mit wenigen Ausnahmen, etwa in der Behandlung der progressiven Paralyse — ähnlic