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Die Analytikerin Laurence Bataille erzählt, wie unter dem Eindruck einer später hinzugetretenen klinischen Erfahrung eine Bemerkung des Malers Balthus und des Bildhauers Giacometti über einen vermeintlichen Vermeer für sie zu einer Form der Unterweisung wurde. Nach einem Blick auf das in der Vollkommenheit seiner technischen Ausführung sogar Expertenaugen täuschende Bild hatten beide Künstler ihr bedeutet, daß die Banalität seiner Konstruktion es gleichwohl als Fälschung verriete. Damit, sagt sie, erwachte in ihr das Verlangen, begabt zu sein für eine Schau der Konstruktion jenseits einer Unterstellung von Identität (denn die Fälschung rechnet ja mit der Identität). In allen Strukturen baut etwas am Unverwechselbaren: Wer die Konstruktion sieht, sieht zugleich die Einmaligkeit dessen, was darunter erfaßt wird. Gilt, was für die Konstruktion eines Kunstwerks zutrifft — einer Malerei oder einer Dichtung beispielsweise — auch für den Bau unbewußter Produktionen — Phantasien, Symptome, Träume? Auf welche »Fälschungen« stößt der Analytiker, der sich auf die Rede des Unbewußten