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Auch in der Psychoanalyse ist dem Thema »Institutionen« in den letzten Jahren zunehmend Aufmerksamkeit geschenkt worden. Zum einen gab es Versuche, psychoanalytisches Wissen auf Interaktionsprobleme in Institutionen zu beziehen (z. B. Fürstenau, Wellendorf) und dies auch in neue Praxisformen wie Superversion oder Institutionsberatung umzusetzen; zum anderen richtete sich das Augenmerk, mehr oder weniger kontrovers, auf die Psychoanalyse selbst als Institution. Diese Ansätze einer psychoanalytischen »Institutionen-Theorie« entsprachen sicher nicht durchweg dem Niveau einer systematisch-sozialwissenschaftlichen Betrachtung, konnten sich aber in diesem Fall auch leicht auf das Fehlen soziologischer Klärungen berufen.
Schüleins Buch »Theorie der Institution« ist ein Versuch, diesem Mangel abzuhelfen. Der Autor geht von dem Unbehagen auslösenden Eindruck aus, mit dem Begriff »Institution« werde eher pseudowissenschaftlich-beliebig eine Vielzahl sozialer Phänomene belegt (vom herausgehobenen Individuum über die Ehe bis