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Bei dem Versuch, einen Überblick über die Entwicklung der nicht-biologischen Forschung und Behandlung der Schizophrenie zu gewinnen, können einen die Fülle und Widersprüchlichkeiten der Veröffentlichungen leicht in einen Zustand von Verwirrung stürzen, der dem des Objektes des Interesses nahe kommt. Dem vorzubeugen ist die Absicht der Herausgeber, die, ohne das Fehlen einer einheitlichen Theorie der Schizophrenie zu verleugnen, einen strukturierten und umfassenden Überblick der verschiedenen Ansätze geben, wobei sie sich auf die zentralen Referate des 7. Internationalen Symposiums über die Phsychotherapie der Schizophrenie in Heidelberg vom 30.9. bis 2.10.1981 stützen.
Jedem der vier Kapitel des Buches ist ein zusammenfassendes Vorwort vorangestellt. Die einzelnen Beiträge sind übersichtlich und klar formuliert, ihre umfassenden Quellenangaben ermöglichen ein genaueres Literaturstudium.
Das Buch beginnt mit der Familienforschung. Goldstein beschreibt ein empirisches Forschungsprojekt über schizophrene Familieninteraktionen, das von einem Integrationsversuch unterschiedlicher, empirisch faßbarer Annahmen über die Störung in Familien Schizophrener («expressed emotions», Kommunikationsstörung, affektiver Stil und Rollenstruktur) ausgeht. Erste Ergebnisse deuten auf ein Wechselspiel von familiärer Störung und Schizophrenie, das sowohl vor wie nach dem Entstehen der Psychose wirksam ist. Tienari et al. stellen eine Langzeitstudie über die Entwicklung von 153 Kindern vor, die von ihren schizophrenen Müttern getrennt aufwuchsen. Vorläufige Ergebnisse zeigen, daß die Ätiologie der Schizophrenie an eine Ergänzung von genetischen und unabdingbaren familiären Faktoren gebunden ist. Wynne et al. berichten von einer prospektiven Langzeitstudie über den Einfluß von familiären Risikofaktoren auf die kindliche Entwicklung. Dabei wird die Korrelation von Familienbeziehungen und elterlicher Psychopathologie mit dem kindlichen Verhalten deutlich.
Das nächste Thema ist das Behandlungssett