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Von Morgenthalers sexualtheoretischen Überlegungen ausgehend versucht Böhm, die von Wysling erörterte »narzißtische Symptomatik« Thomas Manns aus der Außenperspektive des Pubertätskonflikts neu zu zentrieren. Das Streben nach Aufrechterhaltung des durch die Auflösung der Mutter-Kind-Einheit extrem gefährdeten narzißtischen Gleichgewichts ist der Motor jeder Form gesellschaftlich organisierter Sexualität. Daraus folgt u.a., daß die neurotische Konstitution vieler Homosexueller nicht aus einer hypothetischen frühkindlichen Entwicklungsstörung, sondern in erster Linie aus dem aktuellen Konflikt mit der Gesellschaft hervorgeht.