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Die Autorin kennen viele, die mit psychisch schwer gestörten Jugendlichen psychotherapeutisch arbeiten, durch ihr Buch Meine Sprache bin ich, das mit einem Vorwort des bekannten Schizophrenieforschers Theodore Lidz in deutscher Sprache erstmals 1970 im Suhrkamp-Verlag erschien. In Meine Sprache bin ich versuchte Parker eine psychoanalytisch orientierte Psychotherapie mit einem schizophrenen oder präschizophrenen Halbwüchsigen detailliert darzustellen und zu analysieren. Damals gelang es der Verfasserin in jeder Hinsicht, ihr Vorhaben umzusetzen, und ihr Buch steht als großes Beispiel für eine gelungene Psychotherapie mit psychisch gestörten Menschen, die früher für viele Psychiater als psychotherapeutisch nicht behandelbar gegolten hätten.
Die vorliegende Schrift ist wiederum ein guter Wurf, allerdings anderer Art. Die Autorin zeigt, wie sie selbst sich entwickelte, wie sie in einer Familie aufwuchs, deren Mitglieder zum Teil schwere psychische Symptome produzierten — die Schwester wurde Alkoholikerin, der Bruder paranoid-schizophren. Sehr differenziert beschreibt sie aus ihrer Sicht gewisse Unterschiede in der Sozialisation der drei Kinder, wobei sie ihren Leserinnen und Lesern nirgends zu verstehen gibt, sie »wisse«, warum sie zur Entwicklung und Festigung ihrer Persönlichkeit gelangte und die beiden anderen Geschwister nicht.
Die Autorin ist bemüht, ihren Werdegang für andere Frauen verständlich zu machen, ganz besonders für Frauen, die sich in Konflikten befinden, die mit ihrem erlernten Beruf und ihren Familienwünschen und -verpflichtungen zu tun haben. Parker hat es geschafft, Erfolg im Beruf und in zwei Ehen zu erleben. Wie kam es dazu, fragt sie sich, und kann man daraus irgendwelche allgemeinen Aussagen ableiten? Ihre Antwort lautet, mit Einschränkungen, ja.
Ein Beispiel: »Sehr viele junge Frauen von heute sind in einem Netz ambivalenter Gefühle gefangen — der Wunsch, modern zu sein und auf einer gegenüber den Männern gleichberechtigten Basis auf dem Markt zu