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Die Infragestellung der Distanz vom Forscher zum Erforschten, des funktionalen Zugangs zum Forschungsgegenstand »Alexithymie«, löst nicht zum ersten Mal kritische Reaktionen aus. Mein Versuch, die Beziehung zwischen dem alexithymen Patienten und dem Untersucher im Rahmen von Forschungsprojekten unter psychodynamischen Gesichtspunkten zu interpretieren und damit von der Forschung nach Persönlichkeitsmerkmalen, wie sie mit quantitativ-psychometrischen Verfahren unternommen wurde, abzusetzen, wird von Hoppe gründlich mißverstanden.
Hoppes Gedankengänge sind durch ein neurophysiologisches Konzept geprägt, auch wenn hin und wieder psychoanalytische und andere Ansätze bemüht werden. Deutlich wird dies insbesondere dann, wenn er von »Bestimmung einer neurophysiologischen Basis von »Alexithymie« und psychosomatischen Phänomenen« spricht und weiterhin ausführt, daß Lorenzers Konzept der symbolischen Interaktion von ihm dahingehend verstanden wird, daß die frühe Entwicklung einer psychosomatischen Struktur als ein Defizit biologischer, neurologischer und psychologischer Substrate dyadischer und symbolischer Interaktionsformen aufgefaßt werden kann. Daß hier verschiedene theoretische Konzepte zusammengepreßt werden, ohne sie auf Unverträglichkeit zu überprüfen, scheint auch ein Phänomen zu sein, das der »Alexithymie«-Forschung treu bleibt. Von mir in Anlehnung an Bleuler (1919) als »undiszipliniertes Denken« attestiert (Ahrens, 1987), haben es Zepf und von Rad (1985) noch drastischer formuliert: »Viele Autoren, die sich um eine theoretische Durchdringung der Sachlage bemühen, pflücken ihre […] Begriffe wie Blumen von sehr unterschiedlichen Wiesen, binden sie in Form von Behauptungen in einen bunten Strauß zusammen, ohne sich um den systematischen Stellenwert zu kümmern, den dieser oder jener Begriff im jeweiligen Bezugssystem eines Autors hat« (Zepf und von Rad, 1985). Diese auf die psychoanalytisch orientierten Konzepte der französischen Schule gemünzte Kritik läßt sich m.E. o