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»Wie der Analytiker im Sprechzimmer die günstigsten Bedingungen für therapeutische Veränderungen schafft, ist die Frage, die als roter Faden alle Kapitel durchzieht. Hierbei geht es darum, den Patienten so zu fördern, daß alte und neue Situationen von Hilflosigkeit und Angst bewältigt und gemeistert werden können. Der Begriff des Durcharbeitens von Konflikten ist der umfassenden Theorie der Meisterung unterzuordnen. Aus der psychoanalytischen Theorie der Angst […] leiten sich bisher vernachlässigte therapeutische Möglichkeiten ab, wenn die Mechanismen der Angstabwehr unter dem Gesichtspunkt der Bewältigung im Hier und Jetzt begriffen werden« (S. 11).
So bestimmen einleitend die beiden Hauptverfasser die Aufgabe dieses monumentalen und richtungweisenden Werkes, dessen Aufbau parallel zu dem des in Psyche, 40/1986, 1030-1038, besprochenen Grundlagenbandes erfolgt und das die wesentlichen Ideen des theoretischen Bandes mit eindrucksvollen und detaillierten Einzelheiten aus der klinischen Praxis belegt. Was ich in meiner Besprechung des 1. Bandes (S. 11) ausgeführt habe, gilt auch für diesen Band — daß es »eine gewaltige Synthese der analytischen Erfahrung und des analytischen Denkens« darstelle und »in seiner kritischen Fragestellung, der großen Vielfalt der miteinbezogenen Gesichtspunkte und der Neuintegration der Erkenntnisse von neun Jahrzehnten den bescheideneren Rahmen eines Lehrbuches« bei weitem überschreite. Dabei gilt die Kritik der Verfasser erstens der Grundlegung der Theorie durch die Metapsychologie, zweitens der sogenannten »normativen Idealtechnik« oder »Standardtechnik« mit ihrer »Einengung auf das intrapsychische ödipale Konfliktmodell und die Eine-Person-Psychologie«, und drittens der automatischen Gleichsetzung von analytischer Arbeit mit Forschung und der Geringschätzung systematischer, kontrollierter Untersuchung.
Aus der Fülle des Gebotenen greife ich einige m.E. besonders wichtige Punkte auf, denen ich in der Besprechung des 1. Bandes nicht schon