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Im »Wohl des Kindes« sind Beiträge von Psychoanalytikern, Sozialarbeitern und Juristen, also von Personen zusammengefaßt, die beruflich mit der Unterbringung von Kindern zu tun haben. Die Beiträge sind das Ergebnis einer Diskussionsrunde, an der auch Anna Freud trotz ihres hohen Alters noch teilnahm. Zentrales Thema der über mehrere Jahre dauernden Diskussionen war, was jede der genannten Professionen dazu beitragen könnte, bei einer Scheidung oder Fremdplazierung das Wohl des Kindes zu gewährleisten, und wo die beruflichen und menschlichen Grenzen sind, die sich jeder dabei selbst auferlegen muß. Zu Kompetenzüberschreitungen etwa von Seiten des Juristen kann es kommen, weil »doch jeder halt so eine Einschätzung hat«, was für ein Kind gut sei und was nicht. Jeder war einmal Kind und wisse doch, was ihm guttat. Diese Einstellung zur Erziehung teilen viele Eltern. Entwicklungspsychologen hingegen, die die seelische Entwicklung des Kindes minutiös studieren und differenziert über die