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Die Hauptthese dieses Buches ist: Der »Trieb«, im ursprünglichen physiologischen Sinne, strebt nach Auflösung eines Spannungszustandes. Der Säugling ist dafür auf die Mutter angewiesen. Ihre ständige Anwesenheit, das Vereintsein mit ihr, das in der regressiven Verschmelzung sein letztes Ziel hätte, höbe mit den Spannungen zugleich das Individuum, das Ich wieder auf. Diese Tendenz nennt Zagermann den Todestrieb. Alles, was der Gegentendenz, der Förderung des sich abgrenzenden Ichs dient, gehört für den Autor zum Lebenstrieb, zum Eros, so auch das Gesicht der Gorgo, der Sphinx als der negativen Mutterimago, da diese dazu verhilft, den todestriebhaften Wunsch nach Verschmelzung mit der idealen Imago zu vereiteln. Die gleiche Aufgabe erfüllt die Kastrationsdrohung des Vaters, denn der Inzestwunsch ist letztlich der Wunsch zur fusionären Verschmelzung und Aufhebung des Ichs, zum psychischen Tod. Real wäre das