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Die im Titel ausgedrückte Behauptung ist ein schwerer Vorwurf: Eine Attrappe ist nach Wahrigs Deutschem Wörterbuch eine täuschend ähnliche Nachbildung, trügerischer Schein. »Attrappe« hat aber auch die Bedeutung von »Schlinge« oder »Falle«. Und doch ist an Tilmann Mosers Behauptung etwas Wahres: Es gibt Analysen, in denen nur gesprochen und nicht gefühlt wird, in denen beide Seiten sich etwas vormachen und etwas ausgeschlossen halten, was schon die Eltern des Analysanden ausgeschlossen hielten, als dieser noch ein Kind war: Gefühle und Körperempfindungen. Die ebenso gefühllose und körperlose Beziehung wiederholt sich dann in der Beziehung zwischen Analysand und Analytiker, und beide verfangen sich leicht in dieser Wiederholung. Unter diesen Umständen kann sich durchaus ein Verlauf ergeben, wie ihn Tilmann Moser am Beispiel eines Patienten mit schwerer Charakterstörung, den die Pariser Analytikerin Joyce McDougall behandelt und in Plädoyer für eine gewisse Anormalität beschrieben hat, im einzelnen nachspürt. Joyce McDougall verdient im übrigen den ihr gemachten Vorwurf nicht, denn sie hat in Theatres of the Mind. Illusion and Truth on the Psychoanalytic Cage (New York, 1985) überzeugend gezeigt, daß sie sehr wohl mit körpernahen Affekten umzugehen weiß.