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Sowohl von Horkheimers wie auch von Adornos Schriften erscheinen jetzt sorgfältig edierte Gesamtausgaben — die von Adorno bei Suhrkamp, die von Horkheimer bei Fischer. Mit Band 3 und 4 von Horkheimers Gesammelten Schriften liegen die Aufsätze und Rezensionen aus der Zeitschrift für Sozialforschung aus den dreißiger Jahren vor. Wie Alfred Schmidt, der mit Gunzelin Schmid Noerr diese Gesamtedition besorgt, vermerkt, sind dies die »Arbeiten, die sich als für das Studium der Kritischen Theorie grundlegende Quellen erwiesen haben« (Bd.4, S. 459). Kritische Theorie wurde damals als »das Streben nach einem Zustand ohne Ausbeutung und Unterdrückung« verstanden. Um diesen Zustand zu verwirklichen, seien »übergreifendes Denken«, eine »einheitliche Theoriebildung« ein notwendiger Schritt (Bd.3, S. 214). Anders als in der Wiederveröffentlichung von Horkheimers Zeitschriftenaufsätzen aus dem Jahre 1968 sind in diesen beiden Bänden seine Antrittsvorlesung von 1931 »Die gegenwärtige Lage der Sozialphilosophie …«, seine Beiträge zu den »Studien über Autorität und Familie«, vor allem aber der Aufsatz »Die Juden und Europa« (1939) enthalten. Insgesamt zielen Horkheimers Arbeiten auf die »Theorie der gegenwärtigen Gesellschaft