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Joseph Sandler hat ein neues Buch herausgegeben, das den Leserinnen und Lesern, zumal wenn sie ein Vorwissen über die Psychoanalyse mitbringen, Gelegenheit bietet, sich weiterzubilden. In diesem Band berichten Vertreterinnen und Vertreter sehr verschiedener Prägungen der Psychoanalyse über die Grundausrichtung ihrer Arbeit, und zwar in einer Sprache, die weitgehend von Jargon, Platitüden und Wiederholungen frei ist. Warum die Vielfalt der Darstellungen und die allgemeine Verständlichkeit? Vielleicht zum Teil deshalb, weil das Zielpublikum ursprünglich nicht aus Berufskolleginnen und -kollegen bestand, sondern aus interessierten Laien, die über einige Jahre hinweg im University College London zusammenkamen, um dort in Vorträgen der »anerkanntesten Autoritäten der Psychoanalyse«, wie Sir James Lighthill im Vorwort schreibt (S.X), etwas über dieses Fachgebiet zu erfahren. Nun, nicht alle, die im Hörsaal zu Wort kamen und deren Áußerungen im Buch wiedergegeben werden, sind in der Psychoanalyse im engeren Sinne tätig, aber die Beiträge, die sie leisten — ich denke an Christopher Lasch mit seinem Vortrag »Die Freudianische Linke und die Theorie der kulturellen Revolution« —, sind beachtlich.
Mit Schafers Buch Eine neue Sprache für die Psychoanalyse hatte ich in den siebziger Jahren Mühe, und ich habe meine Einwände dagegen damals vorgebracht (Elrod, 1980). In der vorliegenden Sammlung finde ich bei Schafer dieselben Denkansätze, die ich seinerzeit kritisiert habe. Innerhalb seines Systems zieht Schafer jedoch seine Ideen in eindrucksvoll logischer Klarheit und mit bemerkenswerter klinischer Relevanz durch. Er erläutert drei Thesen: 1. in einer psychoanalytischen Behandlung wird eine bestimmte Art persönlicher Vergangenheit konstruiert; diese ist nicht die persönliche Vergangenheit, sondern eine persönliche Vergangenheit; 2. in einer psychoanalytischen Therapie wird eine gegenwärtige subjektive Welt besonderer Art konstruiert; diese ist wiederum nicht die gegenwärtige Welt,