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Der Titel des Buches — Freud in Exile — weckt Erwartungen, die der Inhalt nur zum Teil erfüllt. Nur einige der Beiträge dieses Sammelbandes widmen sich nämlich der systematischen Erforschung des Freudschen Exils und des damit verbundenen Schicksals der Psychoanalyse. Ein anderer Teil — ebenfalls überarbeitete Vorträge, 1986 anläßlich eines Symposiums gehalten, das den Titel »Freud in London — Psychoanalysis in Transition« trug — ist unterschiedlichen Aspekten der Psychoanalyse gewidmet. Offenbar ließen beide Untertitel — der des Buches wie der des Symposiums — genügend Spielraum, fast jedes Thema aufzunehmen — von »Constructing the Image of the Appropriate Therapist: The Struggle of Psychiatry with Psychoanalysis« (S. L. Gilman) bis hin zu »Freuds Influence on Other Forms of Psychotherapy« (W. Toman). Dennoch läßt sich ein gewisser Schwerpunkt, der den Haupttitel rechtfertigt, bei der Auswahl der behandelten Themen (besonders in den Abschnitten II und III) erkennen. Ich habe meinerseits ausgewählt und skizziere kurz einige Themen, deren Lektüre ich besonders anregend fand. Es handelt sich vor allem um Beiträge, die mit Freuds Exilierung (bzw. mit der Rückkehr einer partiell veränderten Psychoanalyse aus dem Exil) zu tun haben.
In seinem Aufsatz über das Schicksal des Internationalen Psychoanalytischen Verlags korrigiert M. G. Hall (S. 96) noch einmal die ungenaue Ausdrucksweise, derzufolge im März 1936 der Leipziger Verlag »beschlagnahmt und liquidiert« worden sei (Lohmann und Rosenkötter, 1982, S. 62; Hall, S. 104, Anm. 15, zitiert diese Arbeit mit falschem, Brainin und Kaminer, 1982, entliehenem Titel). Tatsächlich konnten die Buchbestände großenteils nach Wien überführt werden, während ein kleinerer Teil auch nach 1936 von Leipzig aus (allerdings nicht mehr ins Deutsche Reich, sondern ins Ausland) weiterverkauft wurde. Nach dem »Anschluß« existierte der Verlag in Wien legal noch bis 1941. Sein Verwalter, der Chemiker Dr. Sauerwald, »rettete« schließlich einen Teil