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Theorieübergreifende psychoanalytische Reflexionen tun sich schwer hierzulande: Nachdem die Psychoanalyse eine Zeitlang, z. B. in der mittleren kritischen Theorie der Frankfurter Schule zur »prima philosophia« zu avancieren schien, haben sich die damaligen Protagonisten aus Verunsicherung über den weiterhin ungeklärten methodologischen Status der Psychoanalyse auf die jeweiligen »heimatlichen« Felder der Theorie wieder zurückgezogen. Jeder bestellt seinen eigenen Garten und hütet eifersüchtig die Grenze zum Nachbarn. Kulturtheoretiker wollen nichts wissen von klinischen Psychoanalytikern und diese nichts von jenen, ebensowenig wie von den neuesten Avantgardisten, den Literaturwissenschaftlern und den Philosophen der neuen Medien. Um so erstaunlicher und erfreulicher imponiert daher die Möglichkeit, hier ein Buch vorstellen zu können, das sich um die festgetrampelten Theoriepfade unbefangen nicht kümmert und in einem weitgespannten Bogen ausgehend von der Freudschen Metapsychologie und Triebtheorie (Kapitel 2 und 3) über die Frühform des Dialogs bei René Spitz und die Theorie der Kreativität im Spiel mit Übergangsraum und Übergangsobjekten nach Winnicott (Kapitel 4 und 5) bis zur strukturalistischen Psychoanalyse von Jacques Lacan (Kapitel 6 und 7), in einer eindrucksvollen klinischen Kasuistik und einer Traumsequenz aus einer Psychoanalyse den eigenen Gedankengang daraus ableitet (Kapitel 8 und 9). Im abschließenden zentralen 10. Kapitel wird die psychoanalytische Übertragung anhand des Begriffs der Zeit in der Analyse als einer »Dialektik der Wiederholung im therapeutischen Prozeß« resümiert.
Die eingangs gestellte These zur psychoanalytischen Übertragung versteckt sich