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Der Verfasser der vorliegenden Schrift ist klinischer Professor für Kinderheilkunde und Entwicklungspsychologie mit besonderer Berücksichtigung des Kindesalters an der medizinischen Fakultät der George-Washington-Universität in Washington, DC. Dort ist er auch Professor für Psychiatrie. Er supervidiert am Washingtoner Psychoanalytischen Institut Kinderanalysen und hat leitende Posten auf dem Gebiet der Säuglingspsychiatrie und der Psychiatrie überhaupt inne. Aus der Bibliographie des vorliegenden Buches ist zu entnehmen, daß Greenspan mindestens seit 1975 in Fachzeitschriften veröffentlicht, auch zusammen mit Koautoren. Zwei Bücher bei Viking Press, New York, hat er anscheinend mit seiner Frau verfaßt (First Feelings; Milestones in the Emotional Development of Your Baby and Child From Birth to Age 4, 1985, und The Essential Partnership, 1989).
Bei der näheren Beschäftigung mit dem Inhalt des Buches ist es naheliegend, der Frage nachzugehen, wie Greenspan das »Ich« versteht. Er weiß nur zu gut, daß es im Laufe der Geschichte der Psychoanalyse zu großen Verwirrungen bezüglich des Begriffes des Ichs als Arbeitshypothese und den Begriffen Objektbeziehungen, Selbst, Identität, Persönlichkeit und Charakter gekommen ist. Er selbst schlägt folgende Definition vor: »Das Konstrukt des Ichs bezeichnet die psychischen Funktionen, die Erfahrung wahrnehmen, ordnen, ausarbeiten, differenzieren, integrieren und umformen« (S. vii). Und was versteht Greenspan unter Erfahrung? »Erfahrung bezieht sich in diesem Zusammenhang sowohl auf Trieb-Affekt-Abkömmlinge, verschiedene Niveaus innerer Selbst- und Objektorganisationen und zwischenmenschliche Beziehungen als auch auf Interaktionen mit der relativ unpersönlichen Objektwelt« (S. vii). Als Merkmale der Entwicklung des Ichs werden die Ichfunktionen und die durch sie ermöglichten Erfahrungen nur bis zum Ende des vierten Lebensjahres dargestellt. Die Ebenen in der Ichentwicklung, die die Latenzperiode, die Adoleszenz und das erwachsene Lebe