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Das Feld der psychoanalytischen Psychotherapie ist uneinheitlich geworden. Zahlreichen Kommissionen ist es bislang nicht gelungen, befriedigend zu klären, was eigentlich das Psychoanalytische an der Psychoanalyse ist; dennoch gilt manches als »nur« Psychotherapie. Solche Fragen zielen auf das Herz der Psychoanalyse und können deshalb nicht aufgegeben werden.
Das Buch von Ross und Myers setzt mit nüchternem Pragmatismus voraus, worum sich hierzulande eine Kontroverse entfacht: die Praxis der Psychoanalytiker ist gekennzeichnet von unterschiedlichsten Anwendungen der Psychoanalyse. Schon der Beginn des Buches ist interessant: der Beitrag von Shapiro dokumentiert eine Anwendung der Psychoanalyse, von der man beim oberflächlichen Blick auf die therapeutische Szene nicht erwarten würde, daß er in einem solchen Band erscheint. Es geht um familientherapeutische Erfahrungen bei Jugendlichen, die als Borderline bzw. als »narzißtisch gestört« vorgestellt werden. Schapiros familientherapeutische Sicht erlaubt mit Hilfe des Konzepts von der familiären Regression eine Differenzierung zwischen den beiden Familiengruppen. Es handelt sich hierbei um einen der wenigen verschrifteten Texte von (Familien)Therapien; ganz selbstverständlich wird erkennbar, wie psychoanalytische Arbeit mit Familien möglich ist.
In einer ersten Sektion wird die Frage der Entwicklungsdefizite und ihrer therapeutischen Bearbeitung behandelt. Am Beispiel einer Agoraphobie entwickelt Myers eine interessante dreifache Perspektive: Die Symptomatik kann unter dem Gesichtspunkt der Sexualtheorie, des Konzepts von den Übergangsphänomenen und der Trennungsangst verstanden werden, die einzelnen theoretischen Sichtweisen ergänzen einander. Wichtig sind auch, gerade unter der familiendynamischen Vor-Einstellung, die Hinweise auf die phobischen (Ehe-)Partner. Kelly und Olsen betonen in ihrem behandlungstechnischen Beitrag die Rolle der Realbeziehung, ohne allerdings genau angeben zu können, was sie darunter verstehen. Da