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Freuds Aufsatz »Die endliche und die unendliche Analyse«, 1937 geschrieben, bedeutet für uns immer noch eine grundlegende Herausforderung in bezug auf unsere Anschauungen über Kontinuität und Wandel von Entwicklung. Kann uns ein erweitertes Wissen über angeborene und motivationale Faktoren der frühen Kindheit bei unserem Dilemma hinsichtlich der therapeutischen Wirksamkeit der Psychoanalyse hilfreich sein? In Teil I dieser Abhandlung haben wir mit dem Versuch einer Beantwortung dieser Frage begonnen, indem wir einige theoretische Feststellungen anführten, die sich aus neueren Befunden der Entwicklungsbiologie und Kleinkindbeobachtung ergeben. Ich möchte jetzt einige aus der psychoanalytischen Theoriebildung abgeleitete Annahmen darstellen. Diese wurzeln zum Teil in Freuds Denken, spiegeln jedoch auch radikale Veränderungen in der klinischen und wissenschaftlichen Welt seit Freud. Ich glaube, daß diese Annahmen unsere Diskussion erhellen können, weil sie eine Reihe von Vorteilen haben. Erstens sind sie weniger abstrakt als die Annahmen in Freuds Metapsychologie und leichter auf beobachtbare Phänomene zu beziehen. Zweitens können sie uns vielleicht dabei helfen, unser zentrales Paradoxon zu verstehen, das Paradoxon von entwicklungsmäßigem Wandel und therapeutischer Rigidität. Drittens glaube ich, daß sie uns zu den Anfängen einer kohärenten psychoanalytischen Theorie über angeborene und motivationale Faktoren der frühen Kindheit leiten werden. Schließlich werden sie uns noch einmal zu therapeutischen Betrachtungen des Wandels führen, wobei wir einige neue Untersuchungsansätze auffinden werden.
Der erste Komplex psychoanalytischer Annahmen bezieht sich auf ein Organisationsmodell von Affekten. Angefangen mit dem, was man als Freuds klinisch begründetes späteres Organisationsmodell bezeichnen könnte (vgl. Schur, 1969; Emde, 1980), sind Affekte zunehmend als gemischte Zustände gesehen worden, die unmittelbare Gefühle von Lust