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Thema des Sammelbandes sind die psychischen Folgen der Akkulturation ausländischer Migranten. In den ersten beiden Teilen wird ausgeführt, welch hohe Integrationsleistungen der Kontakt mit zwei divergenten Kulturen insbesondere jenen abfordert, die sich von dem Verlassen ihres Herkunftslandes eine einträglichere Existenz oder überhaupt nur einen einigermaßen gesicherten Arbeitsplatz erhoffen. Sie müssen sich in einem Umfeld bewähren, das ihnen eine überwiegend instrumentalisierte Rolle zuschreibt, während ihnen selbst doch die hochgradig formalisierten Regelungen der Industriegesellschaften, von denen sie nun existentiell abhängig sind, weitgehend äußerlich bleiben. Ihre gewohnten Lösungsmodelle für inner- und außerfamiliäre Konflikte greifen vielfach nicht mehr; der erprobte Umgang mit dem anderen Geschlecht oder der anderen Generation verliert die Selbstverständlichkeit. Der Herausgeber Antonio Morten beschreibt unter dem Stichwort der »Nostalgisierung« die daraus resultierende Ambiguität: die verlassene Heimat wird idealisiert, und dennoch wird die Rückkehr dorthin gefürchtet, weil — wie jeder weiß oder doch ahnt — es kaum Enttäuschenderes gibt als Idealisierungen, die einer Überprüfung nicht standhalten. Gegenläufig dazu wird die Fremde, die ja Symbolträger von nicht selten mühsam errungenen Zukunftsperspektiven ist, überhöht und zugleich entwertet. Im Alltag kann die Anhäufung und Vermischung von nostalgisch-großartigen Gefühlen und unmittelbaren Anpassungserwartungen auch robuste Naturen zermürben. Auf jeden Fall ist statistisch eine überrepräsentativ große Zahl von Erkrankungen mit neurotischen oder psychotischen Zustandsbildern unter ausländischen Migranten der unteren Gesellschaftsschichten zu verzeichnen.
Dieser steht jedoch — und damit befaßt sich der dritte Teil — nur ein quantitativ und qualitativ unzureichendes Versorgungsangebot gegenüber. Gerade in den Landeskrankenhäusern, in die diese Klientel überwiegend eingewiesen wird, sind — so die Autoren — Mi