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Auf dieses Buch haben seit langem schon all diejenigen ungeduldig gewartet, die in den verschiedenen Ländern Europas Betty Josephs Texte lesen und für ihre Lehrtätigkeit benutzen: Endlich brauchen sie nicht länger mühsam in den Heften des International Journal of Psycho-Analysis oder in anderen Zeitschriften danach zu suchen. Die Autorin gehört mit Bion, Rosenfeld und Segal zu der Gruppe von Psychoanalytikern, die das Glück hatten, mit Melanie Klein arbeiten zu können, und die ihre Gedanken dann auf verschiedenen Gebieten der psychoanalytischen Theorie und Technik weiter verbreitet haben.
Betty Joseph hat ihrem Buch den Titel Psychic Equilibrium and Psychic Change gegeben, wohl darum, weil sie sich während ihrer langen Tätigkeit intensiv mit der Art und Weise beschäftigt hat, wie das Individuum sein psychisches Gleichgewicht nicht nur in den Wechselfällen des Lebens, sondern auch in der psychoanalytischen Therapie aufrechtzuerhalten sucht. Andererseits hat sie sehr eingehend das Wesen der psychischen Veränderung beschrieben, sowohl die unmerklichen Wechsel von Stimmung und Phantasien in der Interaktion von Patient und Analytiker als auch die dauerhaften Veränderungen in der Persönlichkeitsstruktur und in den Objektbeziehungen des Patienten, die das Ziel der Analyse sind.
Gleich zu Beginn hat Betty Joseph sich mit dem Wesen dieser psychischen Veränderung im psychoanalytischen Prozeß beschäftigt, desgleichen mit den Faktoren, die dem Prozeß selbst oder der Persönlichkeitsstruktur des Analysanden innewohnen und die fördernd oder hemmend wirken. In ihrem hochinteressanten Aufsatz »A clinical contribution to the analysis of a perversion« fragt sie, wie die Analyse eine wirkliche emotionelle und strukturelle Änderung in einem Fetischisten bewirken kann. Bis zum Erscheinen dieses Aufsatzes hatte man angenommen, das Agieren der Perversion sei so weit von der analytischen Situation