You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
In der Psychoanalyse hat die Auseinandersetzung mit dem psychischen Erbe der Mutter die Analyse des Über-Ichs als Erbe des Ödipuskomplexes vielfach abgelöst. Borderline-Störungen und narzißtische Persönlichkeitsstörungen werden auf »Entgleisungen des frühen präverbalen Dialogs« (R.A. Spitz) zwischen Mutter und Kind zurückgeführt: bei beiden Geschlechtern. Die moderne Säuglingsforschung zeigt, wieviele Signale zwischen beiden beteiligten Personen auf den verschiedensten Kommunikationskanälen ausgesendet und empfangen werden müssen, damit Kommunikation funktioniert. Dann werden die häufigen Kommunikationsstörungen in dieser zeitlich »frühen« Phase der menschlichen Entwicklung verständlich. Dabei ist nicht geklärt, ob generell weibliche oder männliche Kinder stärkeren Traumatisierungen ausgesetzt sind. In der psychoanalytischen Praxis lassen sich Belege für jede der beiden Positionen finden.