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Herausgeber und Redaktion der Psyche haben sich nach nicht mehr lösbaren Konflikten getrennt. Was sich ursprünglich an Personalfragen und an langfristigen Planungen entzündete, führte schließlich zum Bruch, weil auch zunehmend in der Sache Differenzen und kontroverse Auffassungen hervortraten. Trennung und Neubeginn erschienen nach zahlreichen Schlichtungsversuchen, auch von Seiten des Verlags, als der nun einzig mögliche Weg. Wir werden die Zeitschrift mit neuen Akzentsetzungen fortführen.
Die Psychoanalyse als die von Freud begründete Wissenschaft vom Unbewußten entfaltet sich in der psychoanalytischen Krankenbehandlung und Erforschung des individuellen Seelenlebens als auch in der Analyse von Kultur und Gesellschaft. Psychoanalytische Kulturkritik wird fruchtbar durch die Rückbindung an die Erforschung des individuellen Seelenlebens wie umgekehrt diese Erforschung in ihrem Zusammenhang mit Kulturkritik durchsichtig bleiben muß: Die psychoanalytische Therapie benötigt gesellschaftstheoretische Reflexion und Aufklärung, um nicht als eine psychotherapeutische Methode unter anderen zu verkümmern. Damit ist der Spannungsbogen beschrieben, den wir erhalten wollen.
Ausgehend von der Psychoanalyse als Erkenntnisinstrument und Methode der Kritik fördern wir den Dialog mit den anderen Humanwissenschaften. Die neue Zeitschrift will den Stand gegenwärtiger psychoanalytischer Forschung, ihrer klinischen Theoriebildung, Methodologie und Behandlungstechnik repräsentieren und die verschiedenen Strömungen der heutigen Psychoanalyse darstellen und diskutieren. Was die Anwendungen der Psychoanalyse angeht, so läßt sich die neue Zeitschrift von der Überzeugung leiten, daß die Psychoanalyse nach wie vor ein unausgeschöpftes kultur- und gesellschaftskritisches Potential darstellt. Damit der internationale Forschungsstand hinreichend zugänglich wird, werden wir neben deutschsprachigen Arbeiten auch regelmäßig Übersetzungen abdrucken. Auf diese Weise soll einer interessierten Öffentlichke