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Frauen im mittleren Lebensalter gelten weithin als defizitär und beschädigt und werden deshalb in der patriarchalen Gesellschaft leicht zu Objekten ärztlicher Fürsorge. Die Autorinnen sehen die Gründe dafür darin, daß die unterschiedlichen Potenzveränderungen bei Männern und Frauen zwischen 45 und 55 Abwehrmechanismen provozieren, welche die Unversehrheit des Mannes - der einer gesellschaftlichen Zuschreibung zufolge dann »im besten Alter« steht - für Mann und Frau sicherstellen sollen. Darüberhinaus befestigen auch psychoanalytische Theorien, etwa die Melanie Kleins von der »depressiven Position«, das Vorurteil, die wechseljährige Frau sei versehrt und müsse deshalb die »Krankheit« des Klimakteriums betrauern.