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Der Fall der Mauer, die Vereinigung der beiden deutschen Staaten und die öffentlichen Reaktionen auf den Golfkrieg bilden gemeinsam ein Syndrom, das erneut die Frage aufwirft, wie es in Deutschland um die Fähigkeit zu trauern steht. Die Autorin konstatiert einerseits eine persistierende Abwehr der Zumutung, sich der Vergangenheit erinnernd und trauernd zu vergewissern, andererseits aber auch Anzeichen dafür, daß die individuelle und kollektive Abwehrfront bröckelt und Haltungen fördert, die überlieferte deutsche »Ideale« zunehmend infrage stellen.