You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Psychoanalyse, Psychotherapie und Psychosomatik haben Hochkonjunktur. Seit Öffnung der osteuropäischen Grenzen ist der Bedarf nach einschlägiger Information enorm gestiegen. Kritische Darstellungen treten in den Hintergrund. Ausgewogene Einführungen in die psychische »Materie« sind gefragt. Helmut Thomäs und Horst Kächeles Lehrbuch der psychoanalytischen Therapie erschien in zwei Bänden 1985 und 1988, Kutters Moderne Psychoanalyse 1989, und trotzdem scheint die Nachfrage nach psychotherapeutischen Büchern ungebrochen. Sonst hätten sich Autor und Verleger gescheut, eine weitere Einführung in die Psychoanalytische Therapie auf den Markt zu werfen, nämlich die von Wolfgang Mertens, in Fachkreisen bekannt durch sein handliches Taschenbuch Psychoanalyse (Urban, 1981, 3. Aufl. 1990), durch sein Handbuch in Schlüsselbegriffen über Psychoanalyse , seit 1982 Professor für Klinische Psychologie mit Schwerpunkt Psychoanalyse, Klinische Psychologie »Psychoanalyse« an der Universität München. Die drei Bände bestechen durch übersichtliche Gliederung, eine jeweils historische Einleitung, übersichtliche Tabellen und anschauliche Fallbeispiele.
In Band I wird die Entwicklung der Psychoanalyse nach den konkreten Inhalten der einzelnen Werke Sigmund Freuds in der Art der »Abstracts of the Standard Edition of Freud« des »National Institute of Mental Health« rekapituliert und durch einprägsame tabellarische Übersichten aufgelockert. Die Rolle der Übertragung in klassischer, ich-psychologischer, objektbeziehungstheoretischer und selbstpsychologischer Sicht wird ebenso detailliert referiert wie die neueren Ergebnisse der Säuglingsforschung. Die Behandlungsziele der Psychoanalyse sind nach therapeutischen und psychoanalytischen Zielen differenziert, und zur Frage der »Auflösung« der Übertragung werden empirische Untersuchungen herangezogen (S. 141 f.). Auch die schwierige Frage impliziter Normen und Werte im Hinblick auf die Behandlungsziele werden nicht ausgeklammert.
Nach einem an Franz He