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Gemäß vorherrschender psychoanalytischer Auffassung, wonach (sexuelle) Weiblichkeit durch einen schweren Mangel geprägt ist, hat sich weithin die Meinung etabliert, die Anerkennung weiblicher Geschlechtlichkeit sei primär Sache der Väter und nicht die der Mütter. Demgegenüber forciert die Autorin die Chancen, die in der Mutter-Tochter-Beziehung liegen, sofern diese die Möglichkeit bietet, die lustvolle Selbsterforschung und Anerkennung des Körpers beim Mädchen zuzulassen und zu fördern. Therapeutisch plädiert Flaake für eine nachholende Sozialisation, um jene spezifischen Leerstellen zu besetzen, die sich um die weibliche Sexualität gruppieren.