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Unter Rückgriff auf das Spurensicherungsverfahren von Carlo Ginzburg einerseits, den strukturalistischen Ansatz von Claude Lévi-Strauss andererseits, der schon in der Mythenbildung der »Primitiven« als durchgängiges Strukturprinzip die binäre Codierung des sozialen Raums nachweist, zeigt Heim, daß auch (aktueller) Fremdenhaß und Rassismus einem Phantasma erliegen, dessen Kern in der Scheidung der Welt in Rein und Unrein zu sehen ist. Kollektiv existierende Homogenitätsphantasien vom »politischen Leib« werden vom Autor zusammengedacht mit einem primären Narzißmus, der als heterogen und unlustvoll erlebte Triebregungen projektiv nach außen, auf das Fremde, wenden muß, um sich seine Illusionen von einer ursprünglichen Reinheit zu erhalten.