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Freuds These vom Antagonismus zwischen Familie und Kultur dient dem Autor als Ausgangspunkt von Überlegungen, in denen der Begriff des Ethnischen und der ethnischen Identität rehabilitiert wird. Während die Familie Hort bewährter Traditionen und eingeschliffener Rituale ist, die jede Generation auf das Eigene zu fixieren trachtet, verdankt sich die Kultur dem Kontakt und der Konfrontation mit dem Fremden. Zwischen beiden Extremen und den je spezifischen Gefahren, die sie bergen, vermittelt die Ethnie, die weder Biologie noch Kultur ist. In der Adoleszenz als einer Phase der Verunsicherung und Neuorientierung muß das Individuum mithilfe seiner ethnischen Identität lernen, den beunruhigenden Widerspruch zwischen familialen und kulturellen Anforderungen, zwischen dem Eigenen und dem Fremden zu lösen.