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Im Verhältnis zwischen Mann und Frau ist das Wechselspiel von Liebe und Aggression konstitutiv für den Aufbau und die Konstanz emotionaler Beziehungen. Der Autor zeigt, daß das Gefühlsleben von Paaren nicht nur durch den Unterschied von männlicher und weiblicher Entwicklung geprägt ist, sondern häufig auch durch das unbewußte Einverständnis der Partner, frühere Objektbeziehungen, etwa zu elterlichen Figuren, in der Gegenwart zu wiederholen. Ebenso kann der unbewußte Wunsch, die Differenz zwischen den Geschlechtern dadurch aufzuheben, daß Komplementarität und zwillingshafte Beziehungen hergestellt werden, bei Paaren eine bedeutende Rolle spielen. Schließlich wird dargelegt, daß bestimmte Formen der Aggression von ungelösten ödipalen Konflikten herrühren, was sich z. B. darin ausdrücken kann, daß eine dritte Person in die Paarbeziehung eingeführt wird.