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Obwohl die Psychohistorie in letzter Zeit in Verruf geraten ist und sich innerhalb der Historikerzunft auf dem Rückzug befindet, kann man die scheinbar paradoxe Tatsache konstatieren, daß etwa die jüngeren Vertreter der französischen Annales-Schule, die von ihren Gründervätern als Historiographie der »longue durée« konzipiert worden war, sich in ihren Forschungen zunehmend von psychoanalytischen Theorien des Individuums inspirieren lassen. Der Autor hebt für die Erforschung konkreter historischer Identität zum einen die Bedeutung des Eliasschen Zivilisationsmodells hervor, zum andern die Explanationskraft der psychoanalytischen Objektbeziehungstheorie und der Bachtinschen Theorie der »dialogischen Imagination«. Zugleich weist er darauf hin, daß der Historiker auf der Suche nach der historischen Dimension von Charakter, Identität und Kultur eines Individuums stets seine subjektiven Reaktionen auf das von ihm bearbeitete Material zu beobachten habe - was Mitzman an einem Beispiel aus seiner eigenen Forschungspraxis anschaulich macht.
»Bloß verknüpfen«