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Die Geschichte der Veröffentlichungen wie Übersetzungen der Freud- schen Werke ins Russische ist untrennbar mit der Entstehung und Vernichtung der psychoanalytischen Bewegung in diesem Land verknüpft. Während der ersten zehn Jahre vor der Revolution und in den 4 Jahren danach entwickelt Rußland eine äußerst schöpferische Aktivität, die mit einer großen Öffnung zum Westen einhergeht. Zu diesem Zeitpunkt steht die Psychoanalyse Freuds in voller Blüte, und sie beginnt auch, sich im Osten zu entwickeln.
Im Jahre 1909 beteiligt sich Dr. Moshe Wulff, der in Berlin tätig war, an der Gründung der Zeitschrift Psychotherapia, die von Wyrubow herausgegeben wird. Der Chefarzt der Moskauer Universitätsklinik, Ossipow, gründet seinerseits eine therapeutische Ambulanz und trägt zur Verbreitung der psychoanalytischen Ideen bei. Ab diesem Zeitpunkt, bis 1927, werden mehrere Arbeiten von Freud übersetzt, insbesondere Die Traumdeutung, die Drei Abhandlungen zur Sexualtheorie und Jenseits des Lustprinzips.
1921 gründet Ermakow mit Wulff eine psychoanalytische Gesellschaft zur Erforschung schöpferischer Prozesse in der Kunst. Im selben Jahr wird auf Initiative von Vera Schmidt ein pädagogisches Zentrum mit dem Namen Wissenschaftliches Kinderheim ins Leben gerufen. Darin kommen die vom Marxismus und der Psychoanalyse beeinflußten pädagogischen Methoden zur Anwendung. Ein großer Hauch von Freiheit begünstigt derartige Vorhaben. 1922 wird in Moskau eine psychoanalytische Gesellschaft gegründet, deren Mitglieder überwiegend Nicht-Mediziner, meist marxistischer Grundhaltung sind. In Kazanj wird eine weitere psychoanalytische Gruppe gebildet, in der die Mediziner in der Mehrzahl sind. Ein Jahr später gibt es eine gesamtrussische Vereinigung