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Dieser Band versammelt 14 Beiträge der wichtigsten Forscher auf dem Gebiet der Bindung des Kleinkindes an seine primäre Bezugsperson zu einer 1988 in London organisierten Konferenz. Er demonstriert, wie fruchtbringend John Bowlbys Theorie inzwischen von Entwicklungspsychologen und Klinikern weiterentwickelt und erweitert worden ist.
Wieviel die Bindungstheorie der Psychoanalyse verdankt oder besser gesagt, wie sehr sie eines ihrer vielen (nicht anerkannten) Kinder ist, schildert in knappen Worten Inge Bretherton. Der an Medizin und Entwicklungspsychologie interessierte Bowlby ging bei Joan Rivière in Analyse und verdankt zentrale Impulse der britischen Objektbeziehungstheorie. Mit Fairbairn und Winnicott teilt er, in Abgrenzung von Kleins Betonung der Phantasie, die erneute Überzeugung von der Bedeutung des Realtraumas, vor allem in Form der Trennung von der primären Bezugsperson. Darüberhinaus wandte sich Bowlby der Beobachtung als Methode der prospektiven entwicklungspsychologischen Erforschung der frühen Objektbeziehungen zu. Ausgangspunkt seiner Untersuchungen waren die berühmten Filme James Robertsons, mit dem er zusammenarbeitete. Wiedergegeben sind auch die kategorisch ablehnende Reaktion Winnicotts und die konziliantere Anna Freuds auf einen Vortrag Bowlbys in den 50er Jahren.
Die wichtigste Hürde für eine Rezeption Bowlbys durch andere Psychoanalytiker bildet wahrscheinlich Bowlbys radikale Anlehnung an die Ethologie, die sich auf eine Verhaltenssprache beschränkt und so jeglichen Diskurs über psychische Prozesse, geschweige denn bewußte und dynamisch unbewußte Prozesse ausschließt. Der vorliegende Band demonstriert die Fortschritte, die im Anschluß an die Bindungstheorie inzwischen gemacht wurden und es Analytikern erleichtern sollten, sich dafür zu interessieren.
Zum einen ermöglichte Mary Ainsworths Operationalisierung typischer Bindungsmuster von Kleinkindern die prospektive Erkundung der Stabilität dieser grundlegenden Beziehungsmuster. Die aufgrund retro