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William Wordsworth (1770-1850) gehört zu den großen Dichtern der englischen Romantik. Steven Marcus demonstriert am Beispiel des Gedichts »Ruth« von Wordsworth, daß dieser die Wörter und ihre Bedeutungen in einer Weise benutzt, die man als psychologisch zu bezeichnen geneigt ist. Damit nicht genug. Marcus kann zeigen, daß der Dichter in der Beschreibung des Schicksals der Protagonistin des Poems einen Erzählmodus gefunden hat, welcher der schriftlichen Form der psychoanalytischen Lebensgeschichte - der Fallgeschichte - verblüffend ähnlich ist. Die Geschichte von Ruth verläuft nicht geradlinig und in eine einzige Richtung, vielmehr zirkulär und regressiv: Das Ende kehrt zum Anfang zurück, und im Anfang ist immer schon das Ende präsent. »Ruth« - eine präfreudianische Fallgeschichte?