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»Zweifellos hat es einmal eine psychoanalytische Pädagogik gegeben«, resümierte Hans Füchtner in einem 1978 in der »Psyche« veröffentlichten Aufsatz, »aber es gibt sie nicht mehr«. Die breite Diskussion, die sich in der Zwischenkriegszeit mit der psychoanalytischen Pädagogik befaßte, hatte 1937 ein jähes Ende gefunden. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde sie eher zaghaft wieder aufgenommen, und wo dies geschah, unterschieden sich die Konzepte deutlich von den einstigen Vorstellungen einer Neurosenprophylaxe durch Erziehung. Kinderpsychotherapie, Milieutherapie und Sozialisationsforschung hatten das Erbe der klassischen psychoanalytischen Pädagogik angetreten, und obwohl die Diskussionen der 60er und 70er Jahre über die antiautoritäre Erziehung das Verhältnis von Psychoanalyse und pädagogik erneut reflektierten, mag es damals berechtigt gewesen sein, das »Verschwinden einer Wissenschaft« zu beklagen.