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Nach Auffassung des Autors ist Antijudaismus Ausdruck eines verdeckten Antichristentums, hinter dem sich eine unbewußte Auflehnung gegen Christus verbirgt. Dem Juden werden die unbewußten Aggressionen aufgebürdet, er wird zum Sündenbock, gegen den drei Beschuldigungen erhoben werden: die Ermordung Christi, die Hostienschändung und der rituelle Kindermord. Der Autor zeigt diese Blutschuldanklagen in einer historischen Linie vom Mittelalter bis in die heutige Zeit auf. Die Suche nach Sündenböcken ist ein universelles Phänomen, das nicht nur im Antijudaismus zu finden ist, sondern sich allgemein in Situationen sozialer und politischer Unsicherheit manifestiert. Um diese These zu belegen, bezieht sich der Autor auf historische Dokumente aus dem Zweiten Weltkrieg, die sich mit der Bedrohung Chinas durch Japans Militär befassen, sowie auf die Rassenunruhen in Los Angeles im Frühjahr dieses Jahres.