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Anknüpfend an die Zeitdiagnose Alexander und Margarete Mitscherlichs von der deutschen Unfähigkeit zu trauern und an narzißmustheoretische Erwägungen Heinz Kohuts, charakterisieren die Autoren den überhasteten Prozeß der deutschen Wiedervereinigung und der Liquidation der alten DDR als den Versuch der Wiederherstellung eines kollektiv gefährdeten narzißtischen Gleichgewichts. Ähnlich wie nach dem Zweiten Weltkrieg, als man die Vergangenheit durch »Wiederaufbau« und »Wirtschaftswunder« beschwieg, spielte auch 1989/90, als der DM-Nationalismus ausbrach, das Geld eine zentrale Rolle. In der emotionalen Besetzung des Geldes sehen die Autoren die kollektive Tendenz am Werk, ein verlorenes Selbst-Objekt zurückzugewinnen und ein archaisches Größen-Selbst wiederzubeleben, das mit Hitlers Reich untergegangen zu sein schien.