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Raúl Páramo Ortega, mexikanischer Psychoanalytiker, der in den sechziger Jahren in Wien seine psychoanalytische Ausbildung erhielt, ist im deutschsprachigen Raum kein Unbekannter. Er hat verschiedentlich zu Themen der psychoanalytischen Ausbildung und Grundhaltung wie auch zu sozialkritischen Themen publiziert (1985, 1988, 1991). Nun ist sein neues Buch auf deutsch erschienen: Freud in Mexiko. Zur Geschichte der Psychoanalyse in Mexiko.
Im Vorwort kündigt der Autor seine Absicht an: »Die Entwicklung und Praxis der Psychoanalyse vermengen die kulturellen Elemente des Landes, in dem sie entstand, mit den kulturellen Elementen des Landes, in das sie eingeführt wird, was den historischen Kontext im weitesten Sinn des Wortes meint« (S. 9). Somit will er sein Buch als »… Fragment der Kulturgeschichte Mexikos…« (S. 7) verstanden wissen.
Zunächst geht Páramo Ortega der Frage nach, warum die Psychoanalyse in Mexiko nicht zeitgleich mit ihrer Entstehung und Ausbreitung in Europa rezipiert wurde, sondern erst viel später, praktisch erst in den fünfziger Jahren in Mexiko Fuß fassen konnte.