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Die Geschichte, die sich innerhalb des Zwei-Personen-Feldes der psychoanalytischen Situation entwickelt, wird üblicherweise anhand von Übertragungsphänomenen oder auch Körperphantasien zu verstehen versucht. Ferro wählt dagegen den narratologischen Ansatz: Er zeigt auf, wie innerhalb des psychoanalytischen Feldes Mikrogeschichten entstehen, in denen sich die unbewußte seelische Zusammenarbeit des Paares spiegelt. Die kreative Erzählung ist Sinn der Analyse, nicht die genaue Rekonstruktion. Anhand einer Reihe von Fallvignetten demonstriert der Autor, daß in jeder psychoanalytischen Sitzung »Personen« geschaffen werden, die die zwischen dem Paar ablaufenden projektiven Identifizierungen zum Ausdruck bringen. Es wird deutlich, daß sich eine Geschichte des psychoanalytischen Paares entfaltet, in der frühkindliche Sinneseindrücke eine nachträgliche Bedeutung erhalten.