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Die Wochenbettdepression ist zwar ein klinisch wichtiges, psychoanalytisch aber vernachlässigtes Thema. Die Autorin nähert sich diesem Problembereich, indem sie den Gedanken der multigenerationellen Verwicklung, einer spezifischen pathologischen Beziehungsform zwischen der Mutter und ihrer zur Mutter gewordenen Tochter, einführt: die Illusion der Symbiose. Kerngedanke ist hierbei die Phantasie der Mutter, ihr Baby könne ihr all die Wünsche erfüllen, die ihr selbst als Kind von der eigenen Mutter nicht erfüllt worden sind. Um diese Illusion der Symbiose halten zu können, werden Frustration und Wut abgespalten und häufig auf den Vater verschoben, der zum Objekt jener feindseligen Phantasien wird. Anhand einer anschaulichen und beeindruckenden Fallgeschichte demonstriert Halberstadt-Freud diese Zusammenhänge.