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Fortschritte in der pharmakologischen Beherrschung der Transplantat-Abstoßungsreaktion dürfen nicht darüber hinwegtäuschen, daß die psychische Integration eines transplantierten fremden Organs erhebliche Anforderung an die seelische Verarbeitungskapazität der Betroffenen stellt. Die Autoren präsentieren den Fall einer Patientin, die, bei einem angeborenen Herzfehler, eine kombinierte Herz-Lungen-Transplantation über sich ergehen lassen mußte. Monate nach der erfolgreichen Transplantation entwickelte sie eine organmedizinisch nicht erklärbare Symptomatik mit Hustenreiz, nächtlichen Angstzuständen und Erstickungsgefühlen. Die sekundäre konversionsneurotische Symptomatik zeigt, wie schwer es der Patientin fällt, das fremde Introjekt, das zugleich als erregend und abstoßend erlebt wird, als Teil des eigenen Körpers zu akzeptieren.