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Gegen die Tendenz der neueren Kleinkindforschung, durch Direktbeobachtung zur Sicherung von »Modellszenen« der frühen Kindheit zu kommen, die dem wirklichen Erleben auf der Spur sind, macht der Autor erhebliche methodologische Vorbehalte geltend. Anhand von Fallbeispielen zeigt er, daß die Validität einer psychoanalytischen Rekonstruktion, die nur ein anderer Aspekt der Deutung ist, nicht davon abhängt, ob es gelingt, die tatsächlichen lebensgeschichtlichen Ereignisse zu fassen. für Arlow hat eine Rekonstruktion vielmehr Validität dann, wenn die unvergeßlichen, aber nicht erinnerbaren Ereignisse der Vergangenheit dynamisch in die psychische Aktivität des Analysanden im Hier und Jetzt eingebettet sind und eine fortdauernde psychische Wirksamkeit entfalten. Gewinnt der Patient Einsicht in diesen Zusammenhang, kann man von einer gelungenen Rekonstruktion sprechen.