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Dornes zufolge ist es notwendig, daß die psychoanalytische Entwicklungspsychologie, die es vorwiegend mit dem rekonstruierten Kind zu tun hat, durch direkte Beobachtung Zugang zum realen Kind findet und damit Anschluß an den Forschungsstand in den Nachbardisziplinen gewinnt. Solche Direktbeobachtung lege nämlich nahe, sowohl die Symbiose- und Borderline-Theorie der frühen Normalentwicklung als auch die Annahme von der psychischen Undifferenziertheit des Neugeborenen auf ihre Stichhaltigkeit zu überprüfen. Einerseits habe die bisherige psychoanalytische Theorie den Säugling unterschätzt, andererseits neige sie dazu, dessen Fähigkeiten zu überschätzen, indem sie ihm komplizierte psychische Operationen - etwa halluzinatorische Wunscherfüllung, Größenphantasien und projektive Identifizierungen - zutraue, über die er noch gar nicht verfüge.