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Autismus wird in der psychoanalytischen Theorie als eine defensive Regression auf ein sogenanntes normales autistisches Stadium in der Säuglingsentwicklung verstanden. Tustin kritisiert diesen auch von ihr selbst bisher vertretenen Ansatz und stellt ihre auf der Basis der neueren Ergebnisse der Entwicklungsforschung entstandene revidierte Position des Autismus vor: Autismus gehe auf ein System perverser Reaktionen zurück, die durch eine frühkindliche traumatische Erfahrung körperlicher Getrenntheit in Gang gesetzt würden. Häufig sei die Zeit der Geburt für Mutter und Kind ein Trauma, was einen verschmelzenden Clinch zwischen ihnen bewirke. Für das Kind gehe fortan die Wahrnehmung körperlicher Getrenntheit mit einem schockartigen Omnipotenzverlust einher, vor dem es sich durch automatische, psychochemische, autogenerative (autistische) Reaktionen schütze.