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Seit dem Erscheinen der Studie Freuds ist die Diskussion um den Fall des paranoiden Richters Daniel Paul Schreber nicht verstummt. Die mittlerweile kaum noch überschaubare Literatur läät sich grob in drei Kategorien unterteilen. Zur ersten Kategorie gehären nur einige wenige Studien, die durch neue Ideen oder biographische Funde die Diskussion nachhaltig beeinflußt haben. Dem folgt dann im Mittelfeld eine große Zahl von Spezialstudien, die vielleicht nur einen einzigen originellen Gedanken eingeFährt haben, der jedoch interessant genug war, um aufgegriffen und weiterverfolgt zu werden. Die dritte, und weitaus gräöte, Kategorie umfaßt solche Beiträge, die nichts Neues oder Interessantes enthalten, dies aber auf Dutzenden von Seiten und in gepflegtem akademischem Jargon kundtun.
Die kärzlich erschienene Monographie des New Yorker Psychoanalytikers Zvi Lothane über den Fall Schreber gehört in die oberste Kategorie - so zumindest